ARANKA HILFT

„Aranka bringt Hilfe!“- das ist Motto und Motor der alljährlichen Krönungsfeier in Bad Honnef. Denn das Geld, das für freiwillige aber notwendige Leistungen dringend benötigt wird, können die Kommunen in der heutigen Zeit nicht mehr aufbringen. Auch Bad Honnef nicht. Durch sein Engagement konnte das Aalkönigkomitee bisher weit über 100.000 Euro für Jugend fördernde Maßnahmen zur Verfügung stellen.
Anfang Juni kamen die Vertreter von 16 Vereinen auf Einladung des Aalkönigkomitees im Bootshaus des Wassersportvereins am Rhein zusammen, um die mit dem Geld des Aalkönigs realisierten Projekte vorzustellen und um ein flammneues Ruderboot auf den Namen „Aalglatt“ zu taufen. Dieses konnte mit dem „Aalfett“ des Komitees angeschafft werden.
Unterstützt wurden 2009/2010 die Fairtrade-Town-Kampagne der evangelischen Jugendgemeinde, die Musicalschule Schloß Hagerhof, ein Boxprojekt des Stadtjugendrings und eine Aktion zur Gewaltprävention der Konrad Adenauer Schule, bei der den Kindern die Tugenden der Samurai nahe gebracht wurden. Der Schulverein Sankt Josef setzte seine „Finanzspritze“ im Projekt „Bewegte Pause“ ein, das Schüler zu mehr Bewegung zwischen den Stunden motivieren will. Die Sportfreunde Aegiedienberg konnten von ihrem Geld eine Sportanlage mit Tartanbahn finanzieren und der Honnefer Fußballverein stellte einen Jugendkoordinator ein. Der aus Ghana stammende Trainer kümmert sich nun um Kinder mit Migrationshintergrund.
Auch der Rhöndorfer Turnverein bekam Geld, das für das Girls-Camp eingesetzt wurde. Die Malteser Unfallhilfe konnte die dringend benötigte Jurte anschaffen, die ihre ersten Einsätze erfolgreich absolviert hat. Den Kindern des Bewegungskindergartens des TV Eiche kaufte Aalkönigin Rosi I. Vorlesebücher zur Spracherziehung von Migrantenkindern. 58 Prozent der Kinder dort haben ausländische Wurzeln. Auch die katholische Bücherei investierte, um Kindern das Lesen nahe zu bringen.
Der Förderkreis Hohenhonnef erhielt Unterstützung für das Wohnhaus für behinderte Menschen in Selhof. In diesem Jahr flossen die Gelder in die Installation eines Wohlfühlbades.
Heute Abend endet die Bewerbungsfrist für die neuen Projekte.  „Ich bin zuversichtlich“, so Aalkönigskomitee-Sprecher Friedhelm Ost, „dass wir auch in diesem Jahr wieder eine Summe ausschütten können, für die es lohnt, sich zu bewerben.“