Rosi Mittermaier
In einem rauschenden Krönungsfest hat Rosi Mittermaier als erste Aalkönigin der Neuzeit den Thron des Bad Honnefer Aalreichs bestiegen. Sie führt die Aalmonarchie nun in die 7. Regentschaft.
Rund 400 Gäste und über 20 Pressevertreter waren Zeugen der Zeremonie im erneut restlos ausverkauften Kurhaus.
Um 20:00 Uhr eröffnete Staatssekretär Friedhelm Ost, Sprecher des Aalkönigskomitees das traditionelle Fest: „Majestäten, Eminenzen, Exzellenzen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebes Aalvolk – im Namen des Aalkönigkomitees begrüße ich Sie hier in diesem festlichen Krönungssaal von ganzem Herzen.“
Und zu begrüßen gab es viele: den Ehemann der neuen Aalkönigin Christian Neureuther, den bis zur neuen Krönung noch amtierenden Aalkönig Hans-Dietrich Genscher, den ersten Aalkönig überhaupt, Wolfgang Clement, Turnerlegende Eberhard Gienger, den mehrfachen Weltmeister im Rudern Philipp Stüer, den frisch gebackenen Weltmeister im Säbelfechten Nicolas Limbach und die quicklebendige Legende des Hamburger Fischmarktes, Aale-Dieter.
Auf Funktionärsseite begrüßte Friedhelm Ost den Vorstandsvorsitzenden der Sportstiftung NRW Manfred Speck, den Präsidenten des Landessportbundes NRW Walter Schneeloch und den Präsidenten des Westdeutschen Skiverbandes Matthias Birkenholz.
Wie es das Protokoll vorsieht hat der scheidende König das Recht hat, Resümee zu ziehen – in Form einer Laudatio. Dieses Recht nahm Hans-Dietrich I. gerne in Anspruch: „Ein Tag der Wehmut und des Glücks in sich vereint. Des Glücks, wegen der heute zu krönenden und zu würdigenden und verdienten Frau Nachfolgerin. Endlich weiblicher Charme auf dem Aalthron.“, das waren die ersten Worte von Hans-Dietrich I. und er würdigte seine Nachfolgerin weiter: „Die Wahl von Rosi Mittermaier ist ein Bekenntnis, ein Bekenntnis, wie wir es gerade in dieser Zeit brauchen. Rosi Mittermaier wurde 1997 von der damaligen Bundesregierung zur ersten nationalen Botschafterin für Sport, Toleranz und fair play berufen. Jedes der einzelnen Worte muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Ganz besonders aber das letzte, nämlich das vom fair play. (…) So ehren wir einen Menschen, der überzeugt durch seine innere Haltung, durch sein Engagement in einer freien Gesellschaft, durch seine Toleranz und durch seine Grundanständigkeit.“
Dann betrat Rosi Mittermaier – sichtlich gerührt ob der Worte ihres Vorgängers - selbst die Bühne, um die Insignien der Macht vom Aalkönigskomitee entgegen zu nehmen. Und dann setzte Sie zu ihrer sehnlichst erwarteten Inthronisationsrede an: „Glückliche Untertaninnen, glückliche Untertanen, liebe Festversammlung, kluges Aalkönigskomitee, 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, 60 Jahre regiert von Ausländern den Norddeutschen, den Preußen, den Andersgläubigen (für uns Bayern beginnt Preußen nördlich der Donau)!
Der 1. Kanzler Adenauer ok, hatte Geschmack mit seinem Wohnsitz den kann man gelten lassen, später der Fischkopf aus Hamburg ok für Aale geht der auch noch durch auch wegen der Schnauze, aber sonst: lauter Preußen!! Und wo sind wir geblieben? Wir Bayern, wir das demokratischste Volk der Germanen?! Wir das Einparteienland, wir das Migranten-Land Nummer1!?“ Das Aalvolk hielt es vor Begeisterung kaum mehr auf den Sitzen.
Und wie kaum einer ihrer Vorgänger zuvor, hatte Rosi I. bereits sehr konkrete Pläne mitgebracht, wie Sie sich ihr Aalreich in Zukunft vorstellt: „Die Löwenburg wird von ihren 455 m. ü. Normalnull auf 2.963 m., 1 Meter höher als die Zugspitze, aufgeschüttet, den Müll dazu nehmen wir aus den Wahlversprechen! Wir bauen eine ARANKA-Gondelbahn, natürlich mit geheizten Sitzen hinauf auf den Peak of Honnef. Eine Golden-Aal-Rosi-Gate verbindet den Peak of Honnef mit dem Peak of Seven Mountains (Siebengebirge!!!) Die Kunstschneeanlage wird natürlich aus der Wahnbachtalsperre und aus dem Grundwasser des Wasserschutzgebietes im Lohfeld entnommen. 5, 4 Mio Liter pro Tag Entnahme sind das Minimum. Die Wasserengpässe der Bevölkerung werden durch Bepflanzung der Weinberge von Rhöndorf mit Hopfen kompensiert. Der Bierkonsum der auf Hopfen umgestellten Weinberge garantiert somit die Flüssigkeitsversorgung. Es wird ausschließlich Weißbier gebraut (…) Schon jetzt dankt die Familie der neuen Regierung für die Herabsetzung des Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie von 19% auf 7%. Freunde es kann wieder getrunken werden. Die Existenz unserer Nachfahren ist damit gesichert.“ Und dann beendete Rosi I. ihre Rede mit den Worten: „Liebe Untertaninnen und liebe Untertanen: Ich erkläre hiermit, dass das Dirndlkleid Staatstracht wird und der Schneewalzer Nationalhymne.“ Und dann sang sie ihn…machte sich gleich auf zur zweiten traditionellen Amtshandlung: der Aalversteigerung mit der quicklebendigen Hamburger Legende „Aale Dieter“ im Foyer des Kurhauses.