In einem rauschenden Krönungsfest empfing der luxemburgische Premierminister und Chef der Euro-Gruppe Jean-Claude Juncker die Insignien der Macht über das Bad Honnefer Aalreich. Rund 400 Gäste und über 30 Pressevertreter waren Zeugen der Zeremonie im ausverkauften Kurhaus der Stadt am Rhein.
Um 19:30 Uhr eröffnete Staatssekretär Friedhelm Ost, Sprecher des Aalkönigskomitees, das traditionelle Fest: „Heute – und das ist in der Geschichte wirklich erstmalig – werden wir hier einen Luxemburger zum deutschen König, zum Aalkönig des Rheinlandes, krönen!“
Der Premier, der direkt vom EU-Gipfel in Warschau kam, zeigte sich entspannt und bester Laune. Herzlich fiel die Begrüßung mit seinen Vorgängern, Wolfgang Clement und Peer Steinbrück aus. Jean-Claude Juncker gab zwar zu, dass er nicht gewusst habe, „dass es einen Aalkönig gibt“, er habe sich das aber „von Wolfgang und Peer erklären lassen.“ Zur Ehrung sagte er: „Ich kann nicht König von Deutschland werden, aber ich bin mit diesem lokalen Kniefall zufrieden“ und wünschte allen eine „Fröhliche Knechtschaft“. Im Hinblick auf sein neues Aalreich, spielte er immer wieder auf die Größe seiner eigenen Heimat an: „Wir Luxemburger wollen keine militärische Auseinandersetzung mit China. Wir haben keinen Platz, alle Gefangenen unterzubringen“.
Für seine lockere und mit viel Witz gespickte Rede bedankte sich das Aalvolk mit Standing Ovations. Die Laudatio auf Jean-Claude Juncker hielt traditionsgemäß sein Amtsvorgänger, Dr. Rudolf Seiters. Die Huldigungsworte richtete Peer Steinbrück an den neuen König.